Im Handel befinden sich Luftkollektormodule die mit zusätzlich eingebauten Photovoltaikmodul den Strom für den eingebauten Ventilator liefern. Der Ventilator sichert bei ausreichender Sonneneinstrahlung die Luftzirkulation und macht dieses Kollektorsystem autark. Damit ist ein solcher Kollektor ideal für die Beheizung und Frostsicherung von Ferien- oder Wochenendhäusern geeignet.
In Luftkollektoren wird keine Flüssigkeit für die Ableitung der absorbierten Wärme genutzt. Bei dieser Form der Sonnenkollektoren wird herkömmliche Umgebungsluft als Träger für die thermische Energie benutzt.
Der Luftkollektor ist ein Flachkollektor, bei dem der thermische Absorber so geformt ist, dass er Luftkanäle bildet, durch die die Luft strömt. Eine für den Abtransport ausreichende Luftzirkulation kann man die durch die thermischen Unterschiede entstehende Sogwirkung oder einen zusätzlich angebrachten Ventilator erzeugen. Die Luftansaugöffnung sollte mit einem Feinstaubfilter abgedeckt sein.
Der Wirkungsgrad dieser Sonnenkollektoren ist niedriger als bei den anderen Bauformen für Sonnenkollektoren. Spezielle Einsatzgebiete, niedrige Anschaffungskosten und die unkomplizierte Technik rechtfertigen jedoch oftmals den Einsatz dieser Kollektoren. Übliche Einsatzmöglichkeiten sind die Beheizung von Gebäuden über Zuluftsysteme, als Frostschutzanlage bei nur zeitweise bewohnten Ferien- oder Wochenendhäusern oder zur Trocknung von Feldfrüchten in der Landwirtschaft.
Durch den Einsatz von Luft-Wasser-Wärmetauschern ist auch mit einem Luftkollektor die Erwärmung von Brauchwasser möglich. Moderne geplante Gebäude mit einem kontrollierten und temperaturgesteuertem Zu- und Abluftsystem können diese Luftkollektoren als ergänzende Heizung nutzen.
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