Aufgrund der notwendigen Größe und der hohen Kosten sind saisonale Wärmespeicher praktisch nur in größeren zentralen Anlagen zu verwenden. Neubausiedlungen mit vernetzten Häusern, einem sogenannten Nahwärmenetz, sind ein praktisches Anwendungsbeispiel. Die auf den Hausdächern installierten thermischen Solaranlagen speisen die Wärme in einen zentral gelegenen Saisonspeicher und können bei Bedarf, während der Heizperiode die dort gespeicherte Wärme wieder entnehmen.
Je größer das Volumen eines Speicher ist, desto weniger Wärme geht im Verhältnis zur gespeicherten Energie verloren.
Bei thermischen Solaranlagen in einzelnen Gebäuden verwendet man zur Unterstützung der konventionellen Heizung und zur Aufbereitung des warmen Brauchwassers Wärmespeicher die nur eine relativ kurze Zeit die in der Solaranlage gewonnene thermische Energie speichern können. Moderne Solaranlagen mit Kurzzeitspeichern können den Bedarf an Wärmeenergie eines einzelnen Gebäudes zu etwa 20 bis 25% abdecken.
Wenn man eine höhere Abdeckung des Wärmebedarfs erreichen möchte, benötigt man einen Anschluss an einen Langzeit Wärmespeicher, auch Saisonspeicher genannt. Je größer ein solcher Speicher ist, desto günstiger ist das Verhältnis vom Wärmeverlust zur Menge der gespeicherten Energie. Zusätzlich sinken mit zunehmender Größe des Wärmespeichers die Anschaffungskosten pro Speichervolumen erheblich.
Nächster Artikel zu diesem Thema: Solarpumpen